Nov
13

Handwerkerkosten sind steuerlich absetzbar

Handwerkerkosten können als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden.
Das Finanzamt erstattet 20 % der Lohnkosten zurück.
Maximal können pro Jahr und Haushalt Lohnkosten in Höhe von 6.000 € steuerlich geltend gemacht werden.
Das entspricht einer Steuerersparnis von 1.200 €.
 
 
Um die Steuererspanis in Anspruch nehmen zu können, braucht der Hauseigentümer eine detaillierte Rechnung, auf der Lohnkosten extra ausgewiesen sein müssen.
Weiterhin muss der Auftraggeber nachweisen, dass er den Handwerker per Banküberweisung bezahlt hat. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.

Nov
12

BHKW bei der Fa. Kässbohrer in Laupheim

Die Fa. Wolfmaier hat bei der Fa. Kässbohrer in Laupheim ein neues Blockheizkraftwerk installiert. Am 25.10.2012 wurde die Anlage feierlich in Betrieb genommen.
Die Anlage verfügt über einen Gasmotor und erreicht eine elektrische Leistung von 100 kW und eine thermische Leistung von 133 kW. Bei einer Laufzeit von ca. 6000 Stunden im Jahr werden 600.000 Kilowattstunden Strom und 798.000 Kilowattstunden Wärme erzeugt.
Außerdem werden im Vergleich zu einem Gaskraftwerk pro Jahr 227 Tonnen an Co2-Emissionen vermieden.
 
Die Schwäbsiche Zeitung war bei der Inbetriebnahme mit dabei und veröffentlichte den nebenstehenden Artikel.

Okt
08

Legionellen – Gefahr aus dem Wasserhahn

Das benötigte Wasser wurde unmittelbar vor Gebrauch, mit Hilfe von Kochtopf oder klassischem Kohlebadeofen, erwärmt. Danach kühlte das Wasser wieder auf kühle Raumtemperatur ab und es fand kaum eine Wasservernebelung statt (Aerosolbildung), durch welche Legionellen auf den Menschen übertragen werden.
 
Durch die Erwärmung auf hohe Temperaturen war eine Bakterienvermehrung kaum möglich und sollten doch ein paar Bakterien überleben, so waren es zu wenige um dem Nutzer gefährlich zu werden.
 
In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts änderte sich dies jedoch drastisch.
Warmes Wasser sollte nun ständig zur Verfügung stehen und gleichzeitig sollten die Bereitschaftsverluste dabei  so gering wie möglich gehalten werden.
Es erschien wirtschaftlich nicht sinnvoll Speicher-Wassererwärmer mit Wassertemperaturen von 60°C und mehr zu betreiben, denn wer benötigt schon so heißes Wasser? Also pendelten sich die Betriebstemperaturen auf 40 – 45°C ein.
Dieser Umstand wurde natürlich von den Bakterien sehr begrüßt, da sie einen perfekten Lebensraum bereitgestellt bekommen haben.
Weiterhin änderten sich die Brausen. Die einfache 15-Loch-Brause hatte ausgedient. Gefragt waren jetzt Brausen, die durch versch. Strahlarten das Duschvergnügen steigern sollten. Doch durch die neue Technik war es nun möglich, dass auch Wasser unter Bildung von Aerosol austreten konnte. Die Bakterien hatten nun also den Weg frei zum, bzw. in den Menschen. Erkrankungen und auch Todesfälle konnte man aber anfangs noch nicht mit der Warmwasser-Installation in Verbindung bringen.
 
Die optimalen Lebensbedingungen von Legionellen sind Wassertemperaturen zwischen 25°C und 45°C, sowie Bereiche mit geringer, bzw. keiner Wasserströmung.
In der Temperatur liegt auch der Schlüssel, um den Legionellen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wassertemperaturen höher als 50°C mögen sie nicht, in 60°C heißem Wasser überleben sie maximal für 2 Stunden und Wassertemperaturen von 70°C töten Legionellen innerhalb von 3 Minuten.
Doch die Legionellen haben auch Wege gefunden sich dem heißen Wasser zu entziehen. Sie verstecken sich z.B. im Biofilm, der sich auf Rohr- und Behälterwandungen befinden kann, oder dringen in Ablagerungen ein. Es ist also nicht sicher, dass Wasser mit 70°C frei von lebenden Legionellen ist.
Legionellen leben bevorzugt in Biofilmen, wird dieser Siedlungsraum zu voll gehen sie mit dem Wasser auf die Reise um neue Lebensbereiche zu finden.
 
Sie sehen, es kann durchaus sein, dass Wasser an einem Tag einen nennenswerten KBE-Wert aufweist und an einem anderen Tag scheinbar legionellenfrei ist.
Wie viel Legionellen im Wasser vorhanden sein müssen um Krankheiten auszulösen kann nicht pauschal gesagt werden, da es sehr viel von der persönlichen Verfassung des Benutzers der Anlage abhängt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher und chronisch Kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Man kann aus Erfahrung sagen, dass ein KBE-Wert unter 1000 kein Anlass für Bedenken sein muss.
Die Legionellen gelangen hauptsächlich durch eingeatmeten Wasserdampf,  der vorzugsweise beim Duschen entsteht, in den menschlichen Körper. Trinken von legionellenhaltigem Wasser stellt für Personen mit intaktem Immunsystem kein Problem dar.
Erkrankte Personen klagen oft über grippeähnliche Symptome, die aber oft nach ein paar Tagen wieder abklingen. Man vermutet, dass schon sehr viele Menschen an der eher harmlosen Art der Legionellen erkrankt sind und dies gar nicht mit Legionellen in Verbindung gebracht haben. Man spricht hier vom sog. Pontiac-Fieber.
Ganz anders sieht es aber bei der Legionellenpneumonie aus. Diese Krankheit hat unbehandelt meist einen tödlichen Verlauf und auch bei medizinischer Versorgung sterben rund 15% der Patienten daran.
 
Um die Legionellen in den Griff zu bekommen gibt es seit dem 01.11.2011 eine neue Trinwasserverordnung. Hierdurch sind eine sehr hohe Anzahl an Hausbesitzern dazu verpflichtet, ihre Installation einmal im Jahr hinsichtllich einer möglichen Legionellen-Kontamination untersuchen zu lassen. Seit Einführung der neuen Verordnung gilt der Test auf Legionellenbefall nicht nur für Wassererwärmer in öffentlich genutzten Gebäuden wie Schulen oder Krankenhäusern, sondern auch für Anlagen von mehr als 400 Litern in privaten Wohnkomplexen. Gleiches gilt für Leitungssysteme mit mehr als 3 Litern Inhalt in mindestens einer Rohrleitung zw. Anlage und Wasserhahn.
 

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